Videos mit Linux schneiden

Tolle Idee, die Brian da hatte. Weltweit sollten sich die Zarafa-Teams gegenseitig in einem Video-Clip spielen. Zur Weihnachtsfeier wurden die Machwerke dann präsentiert. Nun ist Zarafa eine Software-Company – Ein simples Video würde einem Entwickler kein wirkliches Lächeln auf die Lippen zaubern. Also musste etwas Besonderes her. Wenn schon nicht mit Spezialeffekten wie brennenden Autos oder Verfolgungsjagden mit Highspeed-Schlauchbooten in den Delfter Krachten, so wenigstens mit Musik. Da hatte es die Microsoft-Fraktion mit ihrem MovieMaker relativ simpel. Als Vollzeit-Pinguin stand ich aber vor einer gewaltigen Auswahl an Möglichkeiten …

Nach vielen verzweifelten Versuchen entschied ich mich dafür, „Kino“ und den „Open Movie Editor“ zu nutzen. Mit letzterem erstellte ich einfach nur die Sequenzen, in denen ein Text angezeigt wurde. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass die kleine Lupe rechts unten die Zeitskale vom Minuten- in einen Sekundentakt zu versetzen vermochte, war das Erstellen der Textteile mit dem „Title“-Filter ein Kinderspiel.

Die damit erstellten AVIs und die Videos, die unsere Handys ausspuckten, konnte Kino sehr einfach importieren (Funktion: „Eine Datei nach der aktuellen Szene einfügen“). Dabei wird das Video ins DV-Format übertragen, ausreichend Festplattenplatz sollte also vorhanden sein. Mein kleiner 3-Minuten-Clip füllte final 700MB auf meiner Festplatte.

Mit dem „Schneide“-Werkzeug kann man sehr einfach misslungene Anfänge oder die typischen Enden der Clips („Soll ich jetzt stop drücken?“ ;-)) entfernen. Im „FX“-Tab finden sich dann die Werkzeuge zum Einblenden entsprechenden Musik („Tonfilter“ -> „Mixer“). Die Musik selbst habe ich mir aus YouTube-Videos zusammengeklaubt. Mit „youtube-dl“ lädt man die FLV-Dateien herunter, das Kommando „mplayer FILE.flv -dumpaudio“ erzeugt dann eine Datei „stream.dump“. Diese wiederum ist nichts anderes als ein simples MP3-File.

Hinweis zu 3GP-Dateien: Dieses Video-Format spuckt das eine oder andere Handy aus. Mit folgendem Kommando baut man daraus einen AVI-Film: „mencoder FILE.3gp -oac pcm -ovc raw -o FILE.avi“

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