Sterne sehen mit RawTherapee

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 Fotos & Co. / Posted 1 Jahr ago / 364 views

Bei Nacht zu fotografieren ist schon eine große Herausforderung. Die Aufgabe, hinterher gute Bilder aus dem RAW-Converter zu bekommen ist nicht wirklich einfacher. Hier beschreibe ich kurz, über welche Tricks und Kniffe ich so im RawTherapee gestolpert bin.

Wenn ein Bild vermurkst ist, dann kann auch RawTherapee nicht helfen. Dafür bekommt man aber erst ein Auge, wenn man es hinreichend oft versucht hat ;-). Ich schaue immer wieder bei YouTube in Tutorials, welche Einstellungen die Profis in Lightroom setzen. Fast immer findet sich in RawTherapee ein Äquivalent.

Was ich gelernt habe

  • Es lohnt sich bei dunklen Fotos, mit dem Schwarzwert zu spielen. Ein Wert von -5.000 ist dabei nicht ungewöhnlich.
  • In der Tonwertkurve 1 setze ich fast immer die Lichter nach unten (-50 und tiefer). Das lässt die Sterne schärfer erscheinen, finde ich.
  • Die Dynamikkompression (Tone Mapping) mit einer Intensität von ~0.15 wirkt oft sehr cool.
  • Ein Grauverlaufsfilter von oben oder unten (Rotationswinkel 180°) lenkt den Fokus des Betrachters.
  • Gerade bei Sternen drehe ich die Schärfung in Radius und Intensität oft sehr hoch, wähle dann aber „nur Kanten schärfen“, um in den Sternen keine Artefakte zu bekommen.
  • In der Rauschreduzierung helfen mir oft hohe Luminanzwerte (~80) und niedrige Luminanzdetails (~20). Eine Chrominanz > 50 hilft auch manchmal.
  • Der Detailebenenkontrast kann helfen, kleine Objekte (Rauschen …) unsichtbarer zu machen.
  • Sehr wichtig: Gerade bei Bildern von Sternen sollte die Farbtemperatur im Weißabgleich so weit heruntergezogen werden, bis der Himmel bläulich ist. Aber nicht übertreiben, sonst wirkt das gesamte Bild verschwommen und blass.

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