Brother MFC-885CW unter Ubuntu

Brother MFC-885CWIch habe mir einen neuen Drucker kaufen müssen. Der alte hat den letzten Stromausfall leider nicht überlebt. Nach Preis, Linux-Kompatibilität und kurzfristiger Verfügbarkeit fiel meine Wahl auf den MFC-885CW von Brother. Faszinierend ist, dass man diesen Drucker als Netzwerkdrucker im WLAN betrieben kann. Könnte das Fax jetzt noch ein DECT-Client sein, so wäre die Welt perfekt ;-).

Optisch ist das Gerät schick, aufgebaut ist es schnell und einrichten läßt es sich ebenfalls recht einfach. Klar, das Menü ist etwas träge – aber den WLAN-Key gibt man ja auch nicht täglich ein ;-). Tatsächlich war der Drucker schon nach wenigen Minuten im WLAN eingerichtet und nutzbar. Juhu!

Zur Einrichtung unter Ubuntu Jaunty (9.04) werden die Pakete brother-cups-wrapper-extra und brother-lpr-drivers-extra benötigt. Über System -> Systemeinstellungen -> Drucken -> Neu findet sich der Netzwerkdrucker dann selbstständig inkl. passender Treiber. Lediglich in der Datei /usr/Brother/Printer/mfc885cw/inf/brmfc885cwrc ist der Eintrag PaperType einmal auf A4 zu setzen. Vergißt man das, wird immer im Letter-Format gedruckt.

Huawei E800 (UMTS Express Card) unter Ubuntu

Huawei E800 (UMTS Express Card)Während – so wie ich immer wieder lese – bei USB-UMTS/GPRS-Adaptern alles Plug&Play nach dem Anstecken funktioniert, verweigerte meine Express-Card den reibungsfreien Dienst wehemend. Zwar konnte ich mich kurzzeitig einwählen, mußte dazu die Karte aber während des Anmeldeprozesses eingesteckt haben. Da ich mich aufgrund des gut funktionierenden Sleep-Modus eigentlich nie abmelde, war dies äußerst ärgerlich.

Nach ewiger Sucherei bin ich final endlich auf den Bug #371291 im Launchpad gestoßen. Der Fehler liegt nicht bei der Karte oder irgendeinem Kernel-Modul, nein: Es darf kein Root-Terminal offen sein. Ich habe das verifiziert und es funktioniert tatsächlich einwandfrei.

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Verschlossene Türen am falschen Ende des Zuges

Nachts nach 10 Uhr am Bahnhof. Langsam sammeln sich die Mitspieler, die sich auf eine ganz besondere Mission begeben. Sie kennen sich nicht. Sie wissen nicht, dass sie sich gemeinsam auf dieses Abenteuer einlassen. Jeder hat seine eigenen Gründe, warum er es tut. Ich werde die Gründe der Anderen nie erfahren. Überhaupt wird sich niemand von den Leuten, die sich da nachts nach 10 Uhr am Bahnhof treffen in dieser Nacht kennenlernen – Im Nachtzug nach Wien. Mehr lesen

Kernel bauen für Ubuntu

Es ist gar nicht so einfach mit dem Ubuntu 8.10. Ich habe mich nun aus Performance-Gründen dafür entschieden, seit X Jahren mal wieder den Kernel selbst zu bauen. Nicht das es außer Erfahrung einen messbaren Erfolg gebracht hätte, aber die Erfahrung mache ich hoffentlich mit diesem Artikel messbar ;-). Mein Problem: Ich habe 4GB RAM im Notebook und nutze ein 32-bit System. Damit bin ich quasi auf den -server Kernel von Ubuntu angewiesen, da alle anderen Kerne die PAE- und HIGHMEM64G-Option nicht aktiviert haben. Der Server-Kernel ist nun aber auch für eben diese optimiert und nicht für Desktops. Also habe ich einen -generic Kernel mit den entsprechenden Optionen versehen und neu gebaut. Mehr lesen

Unerschrockener Steinbock auf mobiler Rechenmaschine

Man ist ja ein Spielkind. Ich habe heute mein Notebook auf Ubuntu 8.10 aktualisiert – Spitzname: Intrepid Ibex / Unerschrockener Steinbock. Um es vorwegzunehmen, ich habe noch keine Vorteile gefunden. Nachteile scheint es aber auch nicht zu geben. Bilanz: Zeit, die man hätte besser nutzen können. 🙂

Ich weiß nicht so recht, was sich die Jungs von Ubuntu bei der Einführung des neuen Benutzerwechsel-Applets gedacht haben. Da wird man von einem stilistisch kaum zu überbietendem kleinen orangefarbenen Explosions-Icon sachte auf eine radikale Neuerung hingewiesen, die ein Ab- und Anmelden erfordert. Und dann, dann ist dort wo früher schöne bunte Knöpfe dem dau-igsten DAU farbenfroh seine weiteren Möglichkeiten beschrieben haben plötzlich eine Wüste von Wortbefehlen zu finden. Immerhin ist das Kontextmenü noch schön bunt. Ich werde also öfter mal einen neuen Benutzer anlegen, um davon zu profitieren.

Hier sind ein paar Links, die bei den auftretenden Problemchen mit der störrischen Bergziege helfen:

Screenlets

Kurz vor Jahresende 2008 habe ich noch was neues gefunden: Screenlets. Dieses kleine Spielzeug fiel mir in die Hände, weil ich meinen Gnome-Desktop schlicht nicht so einfach beibringen konnte, mir mal grafisch und leicht einzusehen die Prozessorlast anzuzeigen. Das letzte versuchte Tool fraß sich durch meinen RAM und beendete den Desktop zwar ohne merklicher Prozessorlast, doch ebenso ohne auch nur einem freiem Bit Speicher.

Also: Ich nutze das Spielzeug nicht als Spielzeug! ;-). Es ist schön, das Ubuntu die Screenlets gleich mitliefert. Zusätzliche Screenlets findet man zur überwiegend problemfreien Installationen hier: gnome-look.org | screenlets. Ich nutze derzeit „Infobox“ zum Anzeigen der Prozessorlast und der 5 Hauptschuldigen daran, „FeedReader“ zum Lesen der letzten News von Tagesschau.de und Heise.de, die analoge „Clock“, den „Calendar“ und das „Widescape Weather“.

Etwas länger habe ich nach der Konfiguration der Screenlets gesucht. Nach einigem Herumspielen kam es nämlich vor, dass da plötzlich einige Elemente doppelt angezeigt wurden oder die Einstellungen nicht mehr passten. Google half: Unter ~/.config/Screenlets gibt es je Element eine Konfigurationsdatei.

Videos mit Linux schneiden

Tolle Idee, die Brian da hatte. Weltweit sollten sich die Zarafa-Teams gegenseitig in einem Video-Clip spielen. Zur Weihnachtsfeier wurden die Machwerke dann präsentiert. Nun ist Zarafa eine Software-Company – Ein simples Video würde einem Entwickler kein wirkliches Lächeln auf die Lippen zaubern. Also musste etwas Besonderes her. Wenn schon nicht mit Spezialeffekten wie brennenden Autos oder Verfolgungsjagden mit Highspeed-Schlauchbooten in den Delfter Krachten, so wenigstens mit Musik. Da hatte es die Microsoft-Fraktion mit ihrem MovieMaker relativ simpel. Als Vollzeit-Pinguin stand ich aber vor einer gewaltigen Auswahl an Möglichkeiten …

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E-Mail-Archivierung mit iMARC

Eine Pflicht für Unternehmen ist die revisionssichere Ablage digitaler Daten, sofern diese geschäftsrelevant sind. Nun ist Zarafa als Groupware ein Server, der unter anderem das Lesen von E-Mails ermöglicht. Diese bahnbrechende Funktionalität bringt immer wieder Zarafa-Partner und -Kunden dazu, mir die Frage nach einer von uns empfohlenen Archivierungslösung zu stellen.

Neben den mir bekannten Lösungen Filterworks und MPP wurde mir von einem unserer hessischen Partner empfohlen, mal einen Blick auf iMARC zu werfen. Dieses Produkt der schwäbischen Firma rent-a-brain GmbH ist eine zertifizierte Archivierungslösung auf Java-Basis. Heute traf ich mich in München mit Ovidiu Bredan, der mir bei einem Kaffee eine kurze Führung durch sein Produkt gab.

Als Datenbank kommt eine SyBase-Datenbank zum Einsatz, die bis zu 196 PB verwalten kann. Neben einem eigenen AJAX-WebInterface gibt es auch eine IMAP-Schnittstelle. Hier können virtuelle Suchordner definiert und E-Mails logisch sortiert werden. Lediglich das EXPUNGE-Kommando gibt es nicht ;-). Ein Single-Instance-Algorithmus und Komprimierung sorgen für möglichst geringen Platzbedarf. Suchanfragen scheinen unsagbar schnell beantwortet zu werden. Die Integration des Archivs erfolgt ganz normal über SMTP, so dass es perfekt mit Zarafa zusammenspielen kann.

Die kurze Führung war definitiv sehr interessant. Wir werden uns iMARC im kommenden Jahr einmal näher ansehen. Vielleicht gibt es ja demnächst ein Zarafa-WebAccess-Plugin dafür?

Redirect as Attachment

Leider können Zarafas serverseitigen Regeln nicht die Regel „als Attachment weiterleiten“ abbilden. Diese packt die original ankommende E-Mail einfach als Anhang an eine leere E-Mail, die dann zum tatsächlichen Empfänger weitergeleitet wird. Einer unserer Partner sprach mich darauf an, da sein Kunde dringend diese Funktion benötigte – Die Sekretärin hätte sonst nicht richtig mit den Header-Zeilen der originalen E-Mails umgehen können.

Als kleinen Workaround habe ich das folgende Skript geschrieben, welches zumindest in procmail diese Funktion zur Verfügung stellt. Damit werden die E-Mails tatsächlich serverseitig als Attachment weitergeleitet. Allerdings kann die Regel nicht komfortabel via Outlook konfiguriert werden, ein Administrator muss sie auf dem Server aktivieren.

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