Verschlossene Türen am falschen Ende des Zuges

Nachts nach 10 Uhr am Bahnhof. Langsam sammeln sich die Mitspieler, die sich auf eine ganz besondere Mission begeben. Sie kennen sich nicht. Sie wissen nicht, dass sie sich gemeinsam auf dieses Abenteuer einlassen. Jeder hat seine eigenen Gründe, warum er es tut. Ich werde die Gründe der Anderen nie erfahren. Überhaupt wird sich niemand von den Leuten, die sich da nachts nach 10 Uhr am Bahnhof treffen in dieser Nacht kennenlernen – Im Nachtzug nach Wien. Mehr lesen

30 spannende Minuten: Bahncardupdate und Nachtzugticket

Heute musste ich mir ein Bahn-Ticket am Schalter kaufen. An den Schalter musste ich, weil das neue, bunte und übersichtlichere Bahnportal das Buchen von Nachtzügen nicht mehr zulässt. Die Chance mal wieder mit einem Bahn-Schaltermenschen zu sprechen wollte ich gleich noch zum Update meiner Bahncard von 25 auf 50 nutzen. Also habe ich mich ins Auto geschwungen und bin nach Hannover an den Bahnhof gefahren. Irgendwie war das komisch. Erst wird im Parkhaus gleich am Fahrstuhl ein Parkplatz für mich frei und dann standen am Schalter keine Leute an und ich kam sofort dran. Das war kein typisches Bahnhofserlebnis ;-). Mehr lesen

Semipopulärwissenschaftliche Betrachtungen zum deutschen Straßenverkehr insbesondere auf dem Autobahnnetz aus der Sichtweise eines allwissenden Verkehrsteilnehmers

Das deutsche Straßennetz ist faszinierend gigantisch. Zu fast jedem beliebigen Ort von annähernd jedem anderen beliebigen Ort führen mehrere Wege. Die Wald- und Wiesenpfade des 18. Jahrhunderts wurden nach und nach durch Straßen ersetzt. Die Straßen wurden später durch Fernverkehrsstraßen mit selteneren Unterbrechungen des Fahrvergnügens durch Kreuzungen und Ampeln ergänzt. Der finale Schritt war die Ergänzung des Fernverkehrsstraßennetzes durch mehrspurige Autobahnen, um das Fahren der Fahrzeuge in ihrer jeweils optimalen Geschwindigkeitsklasse zu ermöglichen. Dabei folgt man dem gesellschaftspolitisch invertiertem Gesetz „je links, desto schnell“. Mehr lesen

Kernel bauen für Ubuntu

Es ist gar nicht so einfach mit dem Ubuntu 8.10. Ich habe mich nun aus Performance-Gründen dafür entschieden, seit X Jahren mal wieder den Kernel selbst zu bauen. Nicht das es außer Erfahrung einen messbaren Erfolg gebracht hätte, aber die Erfahrung mache ich hoffentlich mit diesem Artikel messbar ;-). Mein Problem: Ich habe 4GB RAM im Notebook und nutze ein 32-bit System. Damit bin ich quasi auf den -server Kernel von Ubuntu angewiesen, da alle anderen Kerne die PAE- und HIGHMEM64G-Option nicht aktiviert haben. Der Server-Kernel ist nun aber auch für eben diese optimiert und nicht für Desktops. Also habe ich einen -generic Kernel mit den entsprechenden Optionen versehen und neu gebaut. Mehr lesen

Wir haben vermutlich einen Zwerg …

Jup, das ist nicht lustig :-/. Es kann sein, dass in unserem Kinderzimmer oder auf unserem Balkon ein Zwerg lebt. Unsere Tochter sagt, sie hätte ihn gesehen. Er würde so aussehen, wie ein typischer Zwerg: So groß wie sie und böse guckend. Seit wir ihr von den Wichteln zur Weihnachtszeit erzählt haben kamen noch die Attribute Zipfelmütze und langer Bart dazu. Final macht sich der Zwerg Notizen, die er dann dem Weihnachtsmann gibt – für nächstes Jahr.

Nein, ich mache mich nicht lustig. Mir tut es sogar sehr leid und ich bin froh, dass sie wenigstens im Dunkeln zum Schlafen in ihr Zimmer geht. Wir wissen weder, woher diese Angst kommt, noch wie wir sie besiegen können. Für Tips bin ich offen :-). Google liefert leider keinen sinnvollen Ergebnisse für „Zwergen-Exorzist“ und einen Kinderzimmerzwerg gibts zwar bei ufos-co.de, doch hoffe ich mal für uns alle, dass es dieses Vieh nicht ist. Außerdem stehen dort auch keine Tips zum Loswerden des Genossen.

Unerschrockener Steinbock auf mobiler Rechenmaschine

Man ist ja ein Spielkind. Ich habe heute mein Notebook auf Ubuntu 8.10 aktualisiert – Spitzname: Intrepid Ibex / Unerschrockener Steinbock. Um es vorwegzunehmen, ich habe noch keine Vorteile gefunden. Nachteile scheint es aber auch nicht zu geben. Bilanz: Zeit, die man hätte besser nutzen können. 🙂

Ich weiß nicht so recht, was sich die Jungs von Ubuntu bei der Einführung des neuen Benutzerwechsel-Applets gedacht haben. Da wird man von einem stilistisch kaum zu überbietendem kleinen orangefarbenen Explosions-Icon sachte auf eine radikale Neuerung hingewiesen, die ein Ab- und Anmelden erfordert. Und dann, dann ist dort wo früher schöne bunte Knöpfe dem dau-igsten DAU farbenfroh seine weiteren Möglichkeiten beschrieben haben plötzlich eine Wüste von Wortbefehlen zu finden. Immerhin ist das Kontextmenü noch schön bunt. Ich werde also öfter mal einen neuen Benutzer anlegen, um davon zu profitieren.

Hier sind ein paar Links, die bei den auftretenden Problemchen mit der störrischen Bergziege helfen:

Jahresanfangsdepressionen

Schwups, da ist es wieder passiert. Ein neues Jahr ist da. Die Erfolge des letzten Jahres sind Geschichte, sind vergangen. Jetzt steht man wieder ganz unten am Anfang des Berges und muss wieder von neuen anfangen zu klettern. Die Neubeginndepressionen schlagen wieder zu :-(.

Das letzte Jahr haben wir in der Firma nach einigen, teils extremen, Turbulenzen ganz passabel abgeschlossen. Leider heißt das nicht, jetzt die Füße hochlegen zu können. Ich habe soeben meinen Kalender gecheckt. Schon kommende Woche habe ich wieder nur 2.5 Tage im Büro, Ende Januar schreit eine Messe in Wien nach finaler Vorbereitung, die CeBit rückt näher und näher und eigentlich wollten wir noch ein paar Zarafa-Trainings bis dahin angeboten haben.

Meine Hausaufgaben für die Ferienzeit habe ich leider nicht komplett geschafft. Unser PC-Kaufmann dümpelt immer noch in der selben alten Konfiguration herum wie mein Businessplan noch das letzte Änderungsdatum vom 27.12. vor dem bösen Wort _DRAFT_ trägt. Woran liegt es? Dieses Jahr mal ausnahmsweise nicht (nur ;-)) an Sage. Unser Terminalserver ist eine Schlaftablette und die Grippe, die sich Connie und Chiara eingefangen haben, hat nicht gerade Motivationsschübe bei mir ausgelöst. Jup, das müssen die beiden Gründe sein – ich kann wie immer nichts dafür und bin nur ein Opfer unwidriger Widrigkeiten ;-).

Ich glaube ich werde meinem Frust morgen durch Anschaffung eines neuen Terminalservers Ausdruck verleihen oder – so pervers es für ein IT-Systemhaus klingt – mein altes Notebook dafür hergeben. Die Woche muss mit einer radikalen Änderung beginnen. 😀

Tiere füttern, Krippe, Weihnachtsgeschichte

Es macht richtig Spaß, mit Chiara zu spielen. Sie hat eine sehr lebhafte Fantasie. Zum Beispiel spielen wir ganz oft Tiere füttern. Dazu wird einem immer wieder dieselbe leere Hand gereicht und dann erklärt, was man gerade ißt. Häufig wird dann neues Wissen aus dem Supermarkt („Das ist eine Kaki“) oder aus einem Ihrer diversen Bücher angewandt.

Apropos Bücher. In der Weihnachtszeit musste natürlich eines immer wieder gelesen werden: Die Weihnachtsgeschichte. In 3 oder 4 verschiedenen Versionen wurden vier kleine Bären von der Bärenmama damit final tum Einschlafen am Weihnachtsabend gebracht, in der Scheune einer Bauernfamilie nach Astrid Lindgren das Kind eines Wandererpärchens geboren oder eben die tatsächliche Geschichte der Geburt Jesu erzählt. Vom kleinen Jesus-Kind ist Chiara ja total begeistert. In hellsten Oktaven schwärmt sie immer wieder vom „gaaaannzzz kleinen Jesus-Kind“, sobald sie eine Krippe sieht.

Heute kam sie mit flacher leerer Hand zu mir. Ich schaltete also in den Tiermodus und „fraß“ das „Futter“. Da guckten mich aber plötzlich zwei große erschrockene Augen an! „Du hast den Jesus gegessen!“ schallte es halb vorwurfsvoll und halb weinerlich von unten. Wie sollte ich wissen, dass sie gerade jetzt wieder einmal eines ihrer Bücher angesehen hat und mit eine imaginäre Krippe mit imaginären Jesuskind zeigen wollte? Bloß gut, dass mein imaginärer Schluckreflex nicht ausgelöst hat … 😉

Screenlets

Kurz vor Jahresende 2008 habe ich noch was neues gefunden: Screenlets. Dieses kleine Spielzeug fiel mir in die Hände, weil ich meinen Gnome-Desktop schlicht nicht so einfach beibringen konnte, mir mal grafisch und leicht einzusehen die Prozessorlast anzuzeigen. Das letzte versuchte Tool fraß sich durch meinen RAM und beendete den Desktop zwar ohne merklicher Prozessorlast, doch ebenso ohne auch nur einem freiem Bit Speicher.

Also: Ich nutze das Spielzeug nicht als Spielzeug! ;-). Es ist schön, das Ubuntu die Screenlets gleich mitliefert. Zusätzliche Screenlets findet man zur überwiegend problemfreien Installationen hier: gnome-look.org | screenlets. Ich nutze derzeit „Infobox“ zum Anzeigen der Prozessorlast und der 5 Hauptschuldigen daran, „FeedReader“ zum Lesen der letzten News von Tagesschau.de und Heise.de, die analoge „Clock“, den „Calendar“ und das „Widescape Weather“.

Etwas länger habe ich nach der Konfiguration der Screenlets gesucht. Nach einigem Herumspielen kam es nämlich vor, dass da plötzlich einige Elemente doppelt angezeigt wurden oder die Einstellungen nicht mehr passten. Google half: Unter ~/.config/Screenlets gibt es je Element eine Konfigurationsdatei.