Wir haben vermutlich einen Zwerg …

Jup, das ist nicht lustig :-/. Es kann sein, dass in unserem Kinderzimmer oder auf unserem Balkon ein Zwerg lebt. Unsere Tochter sagt, sie hätte ihn gesehen. Er würde so aussehen, wie ein typischer Zwerg: So groß wie sie und böse guckend. Seit wir ihr von den Wichteln zur Weihnachtszeit erzählt haben kamen noch die Attribute Zipfelmütze und langer Bart dazu. Final macht sich der Zwerg Notizen, die er dann dem Weihnachtsmann gibt – für nächstes Jahr.

Nein, ich mache mich nicht lustig. Mir tut es sogar sehr leid und ich bin froh, dass sie wenigstens im Dunkeln zum Schlafen in ihr Zimmer geht. Wir wissen weder, woher diese Angst kommt, noch wie wir sie besiegen können. Für Tips bin ich offen :-). Google liefert leider keinen sinnvollen Ergebnisse für „Zwergen-Exorzist“ und einen Kinderzimmerzwerg gibts zwar bei ufos-co.de, doch hoffe ich mal für uns alle, dass es dieses Vieh nicht ist. Außerdem stehen dort auch keine Tips zum Loswerden des Genossen.

Tiere füttern, Krippe, Weihnachtsgeschichte

Es macht richtig Spaß, mit Chiara zu spielen. Sie hat eine sehr lebhafte Fantasie. Zum Beispiel spielen wir ganz oft Tiere füttern. Dazu wird einem immer wieder dieselbe leere Hand gereicht und dann erklärt, was man gerade ißt. Häufig wird dann neues Wissen aus dem Supermarkt („Das ist eine Kaki“) oder aus einem Ihrer diversen Bücher angewandt.

Apropos Bücher. In der Weihnachtszeit musste natürlich eines immer wieder gelesen werden: Die Weihnachtsgeschichte. In 3 oder 4 verschiedenen Versionen wurden vier kleine Bären von der Bärenmama damit final tum Einschlafen am Weihnachtsabend gebracht, in der Scheune einer Bauernfamilie nach Astrid Lindgren das Kind eines Wandererpärchens geboren oder eben die tatsächliche Geschichte der Geburt Jesu erzählt. Vom kleinen Jesus-Kind ist Chiara ja total begeistert. In hellsten Oktaven schwärmt sie immer wieder vom „gaaaannzzz kleinen Jesus-Kind“, sobald sie eine Krippe sieht.

Heute kam sie mit flacher leerer Hand zu mir. Ich schaltete also in den Tiermodus und „fraß“ das „Futter“. Da guckten mich aber plötzlich zwei große erschrockene Augen an! „Du hast den Jesus gegessen!“ schallte es halb vorwurfsvoll und halb weinerlich von unten. Wie sollte ich wissen, dass sie gerade jetzt wieder einmal eines ihrer Bücher angesehen hat und mit eine imaginäre Krippe mit imaginären Jesuskind zeigen wollte? Bloß gut, dass mein imaginärer Schluckreflex nicht ausgelöst hat … 😉